Tipps für Wien – ein Foodie Guide

12/10/2016
Tipps für Wien

Wien, du wunderschönes Ding. In diesem Jahr bin ich seit 10 Jahren das erste Mal wieder in Österreichs schöner Hauptstadt gewesen und irgendwie hat sich hier so einiges verändert. Vorbei sind die Zeiten von alleiniger Sissi-Manie, Palatschinken und teurer Kaffeehaus-Schickeria. Zwar kommen heute immer noch tausende Touristen im Jahr in die Stadt, um sich für viel zu viel Geld in der Pferdekutsche durch die barocke Altstadt-Kulisse kutschieren zu lassen. Doch mittlerweile gibt es in Wien eine extrem gute Auswahl an Restaurants, Bars und Kaffeeröstereien, die fernab von aufpolierten Touristentrampelpfaden liegen. Natürlich, ein bisschen Puppenhaus-Atmosphäre bleibt, wenn man durch die kleinen Straßen schlendert. Trotzdem, der Spagat zwischen Kaiserstadt-Prunk und moderner Großstadt ist in Wien einfach extrem gut gelungen. Hier kommen meine Tipps für Wien. Ganz Eilige können übrigens auch direkt zur Auflistung am Ende des Beitrages scrollen:

Frühstück in Wien

Das schönste Mahlzeit im Urlaub ist für mich definitiv das Frühstück. Ausschlafen und dann bis mittags im Café sitzen, Kaffee trinken und Leute beobachten – für mich gibt es nichts Schöneres. In diesem Bereich hat Wien gleich eine ganze Menge im Angebot – von altmodischen, schicken Kaffeehäusern bis hin zu angesagten hippen Cafés. Wir entscheiden uns für das ULRICH, das auf so vielen Blogs für das kleine, aber köstliche Frühstücksangebot gelobt wird. Wir werden nicht enttäuscht. Neben dem extrem guten Kaffee hat uns vor allem das vegane Frühstück begeistert – sehr empfehlenswert.

Wer im ULRICH keinen Platz findet, hat vielleicht ein paar Meter weiter Glück. Denn hier befindet sich das Schwesternrestaurant ERICH. Auf der Speisekarte stehen Huevos Rancheros, Eier Benedicte und Breakfast Bowls. Besonders niedlich fand ich den öffentlichen Trinkwasserbrunnen, der genau in der Mitte der Aussentische steht und die Gäste mit frischem Wasser versorgt.

Ausgiebig geschlemmt haben wir außerdem bei den Coffee Pirates. Das Frühstück wirkt hier zunächst etwas standardmäßig – Brot, Butter, Honig, Käse. Allerdings hat uns die Qualität der einzelnen Produkte total überzeugt. Das Frühstück könnt ihr euch hier selber zusammenstellen.

ULRICH
Sankt-Ulrichs-Platz 1, 1070 Wien

ERICH
Neustiftgasse 27, 1070 Wien

Coffee Pirates
Spitalgasse 17, 1090 Wien

Tipps für Wien

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Der berühmte Stephansdom

Frisch geröstet – Kaffee trinken in Wien

Wer einmal in Wien war, hat schnell begriffen, hier ist Kaffee mehr als nur ein Heißgetränk. Überall in der Stadt findet ihr die alten Kaffeehäuser, deren Besuch schon fast eine kleine Zeitreise ist. Ob nun eine Melange, ein Fiaker oder einfach nur ein Brauner – für den Besuch eines Wiener Kaffeehauses braucht man schon fast ein Wörterbuch. Zumindest Sachertorte kann ich mir gut merken. Wer Lust auf das Standard-Gedeck mit Kaffee und Kuchen hat, wird in einem der vielen Kaffeehäusern rund um die Hofburg fündig. Aber aufgepasst, günstig ist anders.

Viel interessanter ist aber die  junge Kaffeeröster-Szene, die sich in den letzten Jahren in Wien etabliert hat. Es gab keinen Kaffee, den ich getrunken habe, der nicht extrem gut war – Koffein-Overload war die Folge. Super lecker war der Eiskaffee im Jonas Reindl. Der preisgekrönte Kaffee von Nikolaus Hartmann geht hier über die Ladentheke. Der Kuchen stammt von der berühmten Guerilla Bakery. So lecker, dass ich mir gleich das Backbuch besorgen musste.

Und weil wir auf unserem Spaziergang zum Prater schon wieder Lust auf frischen Kaffee hatten, haben wir uns gleich noch einen Latte im Balthasar Kaffee gegönnt – geschmacklich top. An unserem letzten Tag in Wien haben wir dann noch einen Cold Brew bei den bereits oben erwähnten Coffee Pirates probiert, der ist aber wirklich nichts für schwache Nerven ;). Und falls euch nachmittags doch eher nach einer Kugel Eis ist, besucht Eis Greissler – das beste Eis der Stadt. Wer seine Kugel im Hörnchen will, bestellt es übrigens im Stanitzel. Ach ja, das Österreichische, ich liebe es.

Jonas Reindl
Währinger Str. 2-4, 1090 Wien

Balthasar Kaffee
Praterstraße 38, 1020 Wien

Coffee Pirates
Spitalgasse 17, 1090 Wien

Guerilla Bakery
Favoritenstraße 7, 1040 Wien

Eis-Greissler
Rotenturmstraße 14, 1010 Wien

Tipps für Wien

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An Guadn – Restaurants in Wien

Wer den ganzen Tag durch die Stadt rennt, der bekommt Hunger. Nun ja, eigentlich habe ich (leider) immer Hunger und Wien hat (leider) überall etwas im Angebot. Mehr Sport notiere ich mir im Kopf und esse weiter. Natürlich gibt es in der Innenstadt einige bekannte Restaurants, die in jedem Reiseführer stehen und euch mit Klassikern wie Gulasch und Wiener Schnitzel versorgen. Kleiner Tipp: Falls ihr Lust auf Wiener Küche habt, empfehle ich euch das Glacis Beisl in der City. Im Sommer sitzt es sich besonders schön im kleinen Garten. Mittags gibt es hier günstige Menüs.

Besonders begeistert war ich außerdem von der Pizzeria Disco Volante. Der Pizzaofen ist eine riesige Diskokugel in den laufend köstliche Pizzen geschoben werden, die so herrlich nach Süditalien schmecken, dass ich richtig in Urlaubsstimmung komme. Ich würde töten, um in München so eine gute Pizza zu bekommen.

Gleich ein paar asiatische Restaurants haben wir außerdem ausprobiert. Mama Liu and Sons ist bekannt für seine Dim Sums und die Hot Pots. Letztere gibt es allerdings nur am Abend. Wir bestellen mehrere vegetarische Kleinigkeiten und probieren uns so durch die Speisekarte. Alles schmeckt gut, auch der Nachtisch: Mandel-Reis-Bällchen. Wer mehr Lust auf heiße Suppe und frische Ramen hat, wird bestimmt im ra’mien glücklich.  Die Nudeln werden hier frisch gehobelt und können mit verschiedenen Fleischsorten, Gemüse oder Meeresfrüchten kombiniert werden. Etwas schicker geht es nebenan im Shanghai Tan zu – stadtbekannt für das extrem gute Sushi. Kleiner Tipp: Besser einen Tisch reservieren. Nach dem Essen noch ein Drink? Nur ein paar Meter weiter gibt es super Cocktails in der kleinen, stylischen Miranda Bar.

Leider immer voll, wenn wir da waren und von daher auf unserer Bucket-List für den nächsten Wien-Besuch ist das Neni auf dem Naschmarkt. Falafeln, Hummus und köstliche Salate stehen auf der Speisekarte – so viel konnten unsere neidischen Blicke auf die Teller der anderen Gäste erspähen.

Glacis Beisl
Breitegasse 4, 1070 Wien

Disco Volante
Gumpendorfer Str. 98, 1060 Wien

Mama Liu and Sons
Gumpendorfer Str. 29, 1060 Wien

ra’mien Restaurant
Gumpendorfer Str. 9, 1060 Wien

Shanghai Tan
Gumpendorfer Str. 9, 1060 Wien

Neni
Naschmarkt 510, 1060 Wien

Miranda Bar
Esterhazygasse 12, 1060 Wien

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Ein paar letzte Tipps für Wien – Hotel in Wien, An- und Abreise

Wir sind in Wien privat untergekommen. Wenn ich allerdings ein Hotel empfehlen müsste, wäre es das 25hours Hotel. Die kleine Hotelkette kenne ich aus Berlin und Zürich und bin vom Konzept einfach immer wieder begeistert. Von München aus bin ich mit der Bahn gefahren. Die Fahrt ist günstig und einfach wunderschön – 4 Stunden traumhaftes Alpenpanorama. Der Flughafen von Wien liegt etwas ausserhalb. Mit dem Airport Train CAT braucht ihr nur 16 Minuten in die Innenstadt, allerdings ist der Zug auch recht teuer. Günstiger ist die S7, die nur 10 Minuten länger braucht, dafür aber nur 3,90€ pro Ticket kostet. Mehr Infos hier.

Für meine Reisevorbereitung habe ich vor allem zwei Blogs gelesen und mir einige kulinarische Empfehlungen geholt: Viennalicious und Die Frühstückerinnen. Schaut mal rein, beide Blogs geben viele tolle Tipps für Wien.

Tipps für Wien – ein Überblick

Das waren Janinas Tipps für Wien. Hast du weitere Empfehlungen für uns? Wo müssen wir in Wien unbedingt mal essen? Was muss man probiert haben? Schreibe uns gerne deine Empfehlungen in die Kommentare.

Weitere Food Guides von uns findest du außerdem hier. Wir freuen uns natürlich auch, wenn du uns bei Facebook und Instagram besuchst.

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2 Comments

  • Reply Florian Kochmann 14/10/2016 at 1:44

    Hey,

    Ja, die österreichische Hauptstadt. Ich bin so in sie verliebt, dass ich gleich hier wohne.
    Deine Tipps sind gut, wenn aber auch ein wenig zu wenig. Wobei, das liegt nicht an dir, denn Wien ist so unglaublich überfüllt mit guten Restaurants und Cafes, man bräuchte wohl mehr als ein Leben um alles zu sehen 🙂

    Ich möchte ein paar Tipps ergänzen:
    Hotels: Ich kann gut das Wombats als Hostelkette empfehlen. Gute Preise, internationales Publikum, und die Bar ist bereits schon immer gut besucht im Haus – von da startet es sich super mit den neuen Freunden in die Stadt.

    das 25hoursHotel soll nett sein, sich aber kostenmäßig eher nach oben orientieren. Besonders dank seiner Lage nahe am Ring.

    Das Neni ist nett, aber wirklich was verpasst hast du meiner Meinung nach nicht. Hipster-PseudoSoulFood zu überhöhten Preisen. Dafür sitzt man dann kuschlig neben Leuten die man nicht kennt… hm!

    Essen würde ich in Wien vor allem in den Beisl und den Gassenrestaurants. Ein Wiener Schnitzel in der Neubaugasse ist einfach besser als alles andere.

    Die Kaffeehauskultur ist übrigens ein UNESCO Weltkulturerbe. Gottseidank, es sind schon eingie verschwunden. Empfehlenswert ist hier das Cafe Alt Wien beim Stubentor. urig bis zum geht nicht mehr! 🙂

    • Reply jagensammeln 14/10/2016 at 8:10

      Die Liste hatte natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hätte ich noch mehr gegessen, wäre ich wahrscheinlich geplatzt ;). Vielen Dank für deine Tipps.

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