Goldene Bar im Haus der Kunst in München

Lehel: Goldene Bar im Haus der Kunst

Ende 2015 bin ich von Berlin nach München gezogen. In den letzten sechs Jahren hat sich viel verändert in der bayerischen Hauptstadt. Manches zum Besseren, manches zum Schlechteren. Während der ohnehin schon total überteuerte Wohnraum noch unbezahlbarer geworden ist, ist die Gastroszene um einiges spannender geworden. In jedem Viertel poppen ständig neue Cafés und Restaurants auf – von Nice Cream Buden bis hin zu hippen Biergärten oder stylischen Vietnamesen. Aber trotzdem gibt es noch diese bestimmten Läden, die seit vielen, vielen Jahren zum Stadtbild gehören und immer noch ein Dauerbrenner in meinem persönlichen Münchner Gastro-Repertoire sind.

So ein Ort ist auch die Goldene Bar im Haus der Kunst. Die stylische Bar am Englischen Garten war eine der ersten kulinarischen Locations, die ich in München besucht habe. Und bis heute ist sie einer meiner liebsten Orte, wenn sich Besuch ankündigt oder ich Bock auf ein wenig entspanntes Chichi habe.

Perfekter im Sommer: Die Terrasse der Goldenen Bar

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Die Bar im Haus der Kunst hat bereits über 80 Jahre auf dem Buckel und wurde in in den 30er Jahren ursprünglich als Künstlerfestraum konzipiert. 1937 eröffnete das Haus der Kunst als der Repräsentationsbau nationalsozialistischer Kulturpolitik inklusive Gastronomie. Nachdem die heute berühmten Wände der Bar in den 50er Jahren hinter Holzvertäfelungen verschwanden, wurden diese 2003 im Rahmen eines “kritischen Rückbaus” wieder freigelegt. Die mit Blattgold aufgetragenen Malereien zeigen u.a. Karten von Kuba, Jamaica, Italien, der Champagne, Bordeaux, Portugal, Spanien und Deutschland.

Heute könnte man die Goldene Bar so beschreiben: Jack Black trifft auf Art déco. Gedämpftes Licht, Spiegel, goldene Palmen und eine dunkelgrüne Wandvertäfelung machen sie besonders, chick, cool und trotzdem lässig. Dazu gesellen sich viele Möbel aus den 50er und 60er Jahren – auch der beeindruckende Kronleuchter. Die goldenen Wandmalereien verleihen dem Ambiente außerdem ein gewisses Maß an seemännischer Abenteuerlust.

Brunch in der Goldenen Bar im Haus der Kunst

Im Sommer bietet außerdem die große Terrasse viel Platz. Die Goldene Bar ist der perfekte Ort für eine Glas Wein oder einen ausgefallenen Cocktail. Aber auch für das leibliche Wohl wird hier gesorgt. Auf der kleinen Karte finden sich Suppen, Sandwiches und viele Kleinigkeiten wie Pimientos oder Ölsardinen. Dazu gibt es wechselnde Tagesgerichte und Kuchen. Am Wochenende stoppe ich hier außerdem gerne für ein zweites Frühstück nach einem langen Spaziergang im Englischen Garten. Dann kommen hier Weißwurst, Brezn und Croissants, Cappuccino und Champagner auf die Tische.

Goldene Bar
Prinzregentenstraße 1, 80538 München
goldenebar.de

SCHMECKT BESONDERS GUT
Unbedingt einen Cocktail trinken.

PREIS €€
Nicht ganz günstig. Die Qualität stimmt aber.

MIT WEM GEHST DU HIN?
Mit Besuch nach dem obligatorischem Spaziergang durch den E-Garten.

GIBT ES HIER AUCH WAS VEGANES?
Die Auswahl ist klein, aber auf Nachfrage ist hier meistens was möglich.

WEN TRIFFST DU DA?
Locals, Touristen, Museumsbesucher – guter Mix aus Jung und Alt. Aber schon auch ein wenig München-Schickeria.


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