Schlösserland Sachsen – Dresdner Zwinger und Schloss Wackerbarth

28/06/2017
Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Sie beginnt am Donnerstag, den 22.06. um 9.30 am Dresdner Hauptbahnhof – die Zeit, auf die ich schon lange gewartet habe, auf die ich schon lange gespannt war. Was wird genau passieren? Wer wird dabei sein? Werde ich mich gut fühlen? Wird es sich lohnen darüber zu schreiben? Seltsam, dass ich überhaupt so viel darüber nachdenke, aber nach einer langen Zeit, in der in meinem Leben eher alles drunter als drüber lief, fällt es mir schwer zu glauben, dass ich eine gute Zeit haben werde. Wovon hier überhaupt die Rede ist? Von der Einladung der PR Agentur Zucker aus Berlin (Webseite), zwei Tage lang durch das Schlösserland Sachsen (Webseite) zu reisen. Der genaue Titel der Pressereise lautete „Genussreiseziel Schlösserland Sachsen“, denn der Fokus des Programms lag vor allem auf den kulinarischen Highlights der Region. Für Jäger und Sammler natürlich wieder einmal ein gefundenes Fressen. Da wir so viel gesehen und erlebt haben, werde ich in drei Teilen über die Reise berichten. Heute beginne ich mit dem Dresdner Zwinger und Schloss Wackerbarth.

Semperoper Schlösserland Sachsen

Semperoper in Dresden

Erholung im Schlösserland Sachsen

Es geht also los. Unser Dresdener Original-Busfahrer kutschiert uns durch die Stadt Richtung Dresdener Zwinger. Ich fühle mich wieder wie früher auf Klassenfahrt und schaue ganz gespannt aus dem Fenster. Denn für mich ist es das erste Mal in Sachsens Hauptstadt und ich muss ehrlich sagen, es gefällt mir sehr, was ich sehe. Der strahlend blaue Himmel macht natürlich auch seine Arbeit und lässt die Stadt und seine schönen alten Gebäude erstrahlen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass hier alles ein bisschen ruhiger und langsamer läuft – nun gut, aus Berlin kommend ist das wahrscheinlich auch kein Wunder. Ich fange immer mehr an, mich zu entspannen und freue mich auf unseren ersten Programmpunkt.

 

Dresdner Zwinger und die Orangerie

Wir steigen vor der glamourösen Semperoper aus und schlendern Richtung Dresdner Zwinger. Unglaublich beeindruckend und ich denke, auch irgendwie unglaublich, dass ich hier noch nie gewesen bin. Schande auf mein Haupt. Naja, besser spät als nie. Vor dem Zwinger werden wir von Dinah Müller von „Stadtführung in Dresden(Webseite) empfangen. Mit ihr laufen wir durch den Zwinger und die Orangerie und lauschen ihren Erzählungen.

Ich muss zugeben, ich mache generell schon echt viele Reiseführungen mit und versuche natürlich auch immer, konzentriert zuzuhören, aber meistens schalte ich nach kurzer Zeit ab und verliere mich in meinen eigenen Gedanken. Aber bei Dinah ist es definitiv anders. Sie rattert nicht nur lieblos irgendwelche Informationen runter, sondern verpackt diese immer in kleine Geschichtchen. Echt beneidenswert, wie man so viel Wissen speichern und jede Frage detailliert und mit einer neuen kleinen Geschichte beantworten kann. Im Grunde klebe ich ihr die ganze Zeit an den Lippen und habe den König August den Starken und das Leben auf dem Hof genau vor Augen. Was für ein gelungener Auftakt für unsere Reise durch das Schlösserland Sachsen.

Zwinger Dresden Schlösserland Sachsen

Eingang Zwinger

 

Dresden Zwinger Schlösserland Sachsen

Nymphenbrunnen im Zwinger

 

Zwinger Dresden Schlösserland Sachsen

Ein Pavillon der Orangerie

 

Zwinger Dresden Schlösserland Sachsen

Schlossplatz und Orangerie

Schloss Wackerbarth

Auf die nächste Station unserer Reise freue ich mich besonders. Ihr könnt es euch schon denken, es wird was zum Essen und Trinken geben. Mittlerweile ist es auch schon Mittageszeit und die Sonne knallt auf uns runter. Höchste Zeit, dass ich was zwischen die Kiemen bekomme. Ein kleines Gläschen Wein würde mir trotz der Hitze glaube ich auch ganz gut tun. Also auf nach Radebeul zum Schloss Wackerbarth – Europas erstes Erlebnisweingut (Webseite). Wie es zu diesem Titel kommt? August der Starke, der, wie wir am Vormittag erfahren haben, ein absoluter Genussmensch war, war einer der prominentesten Kunden und schon zur damaligen Zeit war Schloss Wackerbarth ein Anziehungspunkt für Genießer. Und das kann ich nur zu gut verstehen, denn wieder einmal bin ich verblüfft über diese traumhafte Landschaft, voller Weinberge und dann noch mittendrin dieses Märchenschloss. Kein Wunder, dass es einen damals wie heute dort hinzieht, um zu entspannen, zu schlemmen und zu feiern.

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Belvedere auf den Schlossterrassen

 

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Schloss Wackerbarth

Speisen und Genießen im Gasthaus

Als wir dort ankommen, empfängt uns Susan Goldstein, die uns durch die Anlage führen und mit uns eine Wein- und Sektführung machen wird. Während ich hier so schreibe, überlege ich mir, ob es zu kitschig wäre zu sagen, dass der Name mehr als passend ist, denn mit Susan hat uns Schloss Wackerbarth ein echtes Goldstück als Begleitung mitgegeben. So sympathisch und lieb, Kitsch hin oder her. Außerdem hat sie für mich den absoluten Traumberuf, zwischen Weinbergen, der Schlossanlage und Kontakt mit so netten Kunden wie uns.

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Das Gasthaus bei Schloss Wackerbarth

Da die Hitze mittlerweile fast unerträglich ist, entscheiden wir uns dafür, dass Mittagessen im Gasthaus vorzuziehen. Wir werden so herzlich von dem Personal empfangen, dass wir uns schon wieder wie zuhause fühlen. Scheint in Sachsen wohl normal zu sein. Da könnten sich einige Berliner Gastronomiebetriebe mal ruhig ein Scheibchen von abschneiden.

Die Karte klingt auch sehr vielversprechend. Nieschützer Stangenspargel an Bacchusschaum, Gebackener Büffel-Mozzarella von Bobalis mit Basilikum-Panna cotta, Cremige Bärlauchgnocci an Rieslingschaum, Gebratenes Filet von der Goldbrasse mit grünem Spargel, dazu Erdbeer-Rosa-Pfeffer-Risotto und Saxen-Safran-Schaum und und und …..ich kann den Mund gar nicht mehr zumachen und brauche natürlich mal wieder eine Ewigkeit mich zu entscheiden. Und was nehme ich als Nordlicht? Natürlich die Goldbrasse, aber hauptsächlich, weil ich scharf auf das Erdbeer-Rosa-Pfeffer-Risotto bin. Auch wenn ich weiß, dass ich wieder neidisch sein werde, wenn ich die Teller meiner Tischnachbarn sehe. Aber das Risiko muss ich wie immer eingehen. Außerdem beruhigen mich die Lieben, dass ich bei ihnen auf jeden Fall mal probieren darf. Puhh, Gott sei Dank! Zu jedem Gericht gibt es selbstverständlich eine eigene Weinempfehlung, die ich gerne annehme. Und ihr könnt es euch schon vorstellen, das Essen: der Hammer! Der Wein: Mhhhhh! Ich liebe es einfach, wenn es so perfekt aufeinander abgestimmt ist.

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Bärlauchgnocci an Rieslingschaum

 

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Nieschützer Stangenspargel

 

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Goldbrasse mit grünem Spargel

 

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Das Gasthaus von innen

 

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Gasthaus und Weingut-Flair in Einem

 

Sekt- und Weinmanufaktur im historischen Weinkeller

Glücklich und gesättigt geht es dann auf den Rundgang über das Gelände. Ich bin begeistert von den idyllisch gelegenen Terrassen vor dem Belvedere und von dem romantischen Schloss Wackerbarth, auf dem Empfänge, Hochzeiten oder andere Feste gefeiert werden können. Es geht weiter in die Sekt- und Weinmanufaktur und den Weinkeller, wo wir alles über die Produktion erfahren und eine kleine Weinverkostung machen. In der Kühle des Sandsteingewölbes können wir uns ein bisschen von der brüllenden Hitze erholen und so schmeckt der Wein wieder richtig gut. Eine Flasche von dem 2016er Bacchus kaufe ich mir sofort im Anschluss, denn der hat es mir richtig angetan. Ich hätte nie gedacht, dass sächsischer Wein so gut schmecken kann. Wieder was dazu gelernt. Ich kann euch also nur empfehlen dort mal vorbeizuschauen. 2017 eignet sich dafür noch besonders gut, denn in diesem Jahr wird 25 Jahre sächsische Weinstraße mit vielen Veranstaltungen und genussvollen Überraschungen gefeiert.

Schloss Wackerbarth Schlösserland SachsenSchloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Schloss Wackerbarth Schlösserland Sachsen

Ein schöner Platz für Weinverkostungen

 Danke an die tollen Kollegen!

Ich habe tatsächlich die zwei schönsten und entspanntesten Tage seit langem erlebt, obwohl das Programm wirklich straff war. Aber unsere kleine Bloggertruppe war von der Agentur Zucker so toll zusammengestellt, dass wir uns alle schon nach kurzer Zeit pudelwohl gefühlt haben. Deshalb ist es mir an dieser Stelle besonders wichtig, mich bei Marc von 1thingtodo (Webseite) und der Zucker Agentur, Sophia von Sophias Welt (Webseite), Marlene von Couchabenteurer (Webseite) und Monika und Petar von TravelWorldOnlineTraveller (Webseite) für diese wunderschönen und unbeschwerten zwei Tage zu bedanken.

Nächste Woche könnt ihr den zweiten Teil der Reise durch das Schlösserland Sachsen lesen, falls ihr bis dahin noch weitere Ideen für Ausflüge rund um Berlin, Sachsen oder Brandenburg sucht, dann schaut doch mal bei unserer Rubrik Ausflugsziele vorbei!

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